DIE INSEL KRETA

DIE INSEL
Auch wenn Kreta verwaltungsmässig in vier Bezirke aufgeteilt ist: Chania, Rethymno, Iraklion und Lassithi, lässt sich die Insel besser durch eine Aufteilung in West- Ost- und Zentral-Kreta beschreiben.

WEST KRETA
Der westliche Teil der Insel ist zugleich auch der grünste, aufgrund der üppigeren Regenfälle in dieser Region. Die Landschaft bleibt selbst im Sommer relativ grün. Das hauptsächliche Kennzeichen dieser Gegend sind die Weissen Berge, mit ihren Gipfeln bis zu 2453 m Höhe, die von tiefen Schluchten durchschnitten sind, die zur Südkuste verlaufen. Samaria, Europas grösste Schlucht, ist eines der eindrucksvollsten Phänomene der Insel. Die neue Nationalstrasse, die längs der Nordküste verläuft, verbindet Kastelli ganz im Westen mit den Städten Chania und Rethymno, führt weiter nach Iraklion, uber Ag. Nikolaos bis nach Sitia im Osten der Insel. Einladend ist auch die Südküste, mit ihren kleinen Dörfchen und dem gelassenen Lebensstil. Sougia und Paleochora wurden ursprünglich von den Rucksack-Touristen entdeckt und sind noch immer bevorzugtes Urlaubsziel der Individualreisenden. Die Strassen zur Südküste hinunter führen durch eine herrliche Landschaft und bieten an vielen Stellen eine wunderbare Aussicht. Elafonissi, ein kleines Inselchen an der Südwest-Küste zieht mit seiner Südsee Atmosphüre jedes Jahr viele Besucher an. Das Umland von Rethymno, die Drapano Halbinsel mit ihren vielen kleinen Dörfchen und das Gebiet jenseits von Kastelli: Gramvoussa und Falassarna, verdienen es erforscht zu werden.

ZENTRAL-KRETA
Das Land um Iraklion bildet einen einzigen grossen Weinberg und ist in der Tat das grösste zusammenhangende Weinanbaugebiet Griechenlands. Weniger als 40% von Kretas Flache wird landwirtschaftlich genutzt. Die wenige hier vorhandene Industrie ist rund um Iraklion angesiedelt. Neben Knossos, dem weltberühmten Minoischen Palast, ist Archanes zu erwähnen, im Moment der Angelpunkt archäologischer Forschung, wo man unwiderlegbar Hinweise auf zumindest ein Menschenopfer aus der Zeit der Minoer gefunden hat. Die Region wird im Westen durch das mächtige Ida-Gebirge begrenzt. Timios Stavros, auch Psilorits genannt, ist der Höchste Gipfel der Insel mit 2456 m Höhe. Zeus, der Vater der griechischen Gotter soll in diesen Bergen aufgewachsen sein. Ein beliebter Ausgangspunkt ist Anogia, Zentrum der hochgelegenen Bergweiden fur mehr als Hunderttausend Schafe. Bergwanderer steigen weiter hinauf zur Nida-Hochebene und der berühmten Zeus-Hohle. Das Dikti-Gebirge im Osten von Zentral-Kreta ist von der Nordküste und von Ag. Nikolaos leicht zu erreichen. Eine eindrucksvolle Reise führt Sie hinauf zur Lassithi-Hochebene, relativ flach und beinahe rund in ihrer Form: Getreu der Legende der Geburtsort von Zeus. Der Süden wird durch die breite Messara Ebene charakterisiert, eine der fruchtbarsten Regionen der Insel und ganz besonders schon im Frühjahr, mit Millionen von Blumen, wilden Orchideen und dem Duft von wilden Krautern. Der Palast von Phaistos, inmitten einer beeindruckenden Landschaft, war ein wichtiger Stützpunkt der Minoer. Die legendären Höhlen von Matala, die einst als Wohnstätten genutzt und in den 70er und fruhen 80er Jahren von den Hippies ,erobert' wurden, sind eine der vielen Attraktionen der Region.

OST-KRETA
Ost-Kreta ist überwiegend karg, trocken und felsig. Es wird dominiert von dem grauen Sitia Gebirge, das mit seinen 1237 m nicht so hoch ist wie die anderen Bergrücken, aber noch sehr ursprünglich und ziemlich unzugänglich. Die Haupterwerbsquellen der Einheimischen sind Landwirtschaft und Viehzucht. Seine geographische Lage und das recht warme Klima sind ideal fur den Anbau von Frühgemüse und Bananen. Die Lassithi Hochebene, auf 850 m Hohe gelegen, ist eine der fruchtbarsten Regionen der Insel und ideal für den Anbau von Kartoffeln und Äpfeln. Während Agios Nikolaos an der Mirabello Bucht, Elounda, sowie andere Knotenpunkte, wie Ierapetra, Sissi und Sitia sich in moderne Tourismuszentren mit grossen Hotelanlagen verwandelt haben, bietet die Provinz immer noch friedvolle Strände mit idyllischen Buchten und starken Kontrasten in Natur und Landschaft: wie der Palmenstrand von Vai und der herrliche Wald aus Kiefern und Zypressen bei Selakano. An historischen und archäologischen Stätten gibt es keinen Mangel. Sie finden hier den Minoischen Palast von Kato Zakros und die Ausgrabung von Gournia an der Mirabello Bucht, das einzige vollständig freigelegt minoische Dorf: ein ausgezeichnetes Beispiel für die Kontinuitat kretischer Strassenplanung von der minoischen Zeit bis heute. Endlose graue Kieselstrande bieten hervorragende Möglichkeiten zum Schwimmen.

 

 

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